21.4.2011 Austria Presseagentur

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Die Demonstration der oststeirischen "Solidarregion Weiz" am Mittwochabend vor der Grazer Burg gegen das steirische Doppel-Sparbudget war zwar im Reigen des nun schon Wochen dauernden Protests nicht die

stärkste, aber teilweise die stillste und berührendste. Organisator Fery Berger lud zusammen die Landespitzen LH Franz Voves und LHStv. Siegfried Schrittwieser (S) und LHStv. Hermann Schützenhöfer ein, nur einige Stunden bei den Betroffenen zu verbringen und dann erst im Landtag über das Budgetgesetz zu entscheiden...

Berger interviewte Betroffene wie den Weizer Josef und die Oststeirerin Katharina, letztere war erst am vergangen Montag in der ORF-Sendung Thema porträtiert worden. Der Oststeirer kann seit einem Fahrradunfall 2008 nicht mehr selbstständig atmen, ist vom Hals abwärts gelähmt. Es wurde völlig still am Platz zwischen Dom und Burg, als der Mann mit leiser Stimme "die zuständigen Damen und Herren" bat, "alles zu tun, um miteinander zu leben und nicht gegeneinander. Wir brauchen Eure Zustimmung und Eure Hilfe, ohne geht es nicht. Ich glaube, es ist im Sinne unseres Schöpfers, nicht gegeneinander zu arbeiten", so der Oststeirer leise, bis die Glocke vom Dom einfiel...
Berger meinte in seiner Ansprache dann über Voves und Schützenhöfer: "Ich weiß, Sie sind keine Unmenschen, Sie sind sozial gut gesinnte Menschen. Aber vielleicht wissen sie nichts von den Menschen hier. Kommen Sie nur zwei Stunden zu Menschen wie Kathi und Josef und beschließen Sie dann erst das Gesetz".