Oststeirische Kunstinitiative
Auf Einladung der Solidarregion Weiz trafen sich im Herbst 2006 Kulturschaffende aus der ganzen Oststeiermark. Es ging um die Frage, ob Kunstkooperationen in der Region möglich sind.
Diese Kontakte waren mit ausschlaggebend, dass sich im Dezember Künstler und Kulturbeauftragte zusammenschlossen, um sich für das vom Land Steiermark neu geschaffene Kulturfestival "Regionale 2008" zu bewerben. In einem halbjährlichen intensiven Prozess wurden vom Kunstphilosophen Erwin Fiala, den Künstlern Richard Frankenberger, Martin Krusche und Walter Kratner, Gottfried Ranegger, den Kulturbeauftragten der Städte Gleisdorf und Weiz, Winfried Kuckenberger und Georg Köhler und Fery Berger von der Solidarregion Weiz ein Konzept unter dem Titel "Leben, Kunst, Geschwindigkeit" ausgearbeitet.
Bei zwei Treffen mit den Kulturreferenten und Bürgermeistern von Weiz, Gleisdorf, Pischelsdorf-Kulm und St. Ruprecht beschlossen diese Gemeinden sich offiziell mit diesem Konzept für das Kunstfestival zu bewerben. Von den insgesamt 12 Bewerbungen aus der ganzen Steiermark kam das Weizer Projekt unter die letzten drei, die zum Schluss zur Auswahl standen. Den Zuschlag erhielt letztendlich die Südoststeiermark.
Kleine Zeitung 2.06.2007 05:00
Region Weiz im Finale
Während das Rennen für die Region Anger-Stubenberg-Pöllau bereits vorüber ist, hat Weiz-Gleisdorf noch gute Chancen auf die Regionale 08.
Heute ist es soweit. Nachdem bereits sieben der insgesamt zwölf Konzepte im Rennen um das steirische Kulturfestival 2008 ausgeschieden sind, stellen sich heute Vertreter der verbleibenden fünf einem Hearing einer Expertenjury.
Was den Bezirk Weiz betrifft, kann man von einem Teilerfolg sprechen. Während das Konzept "komm.st" aus der Region Anger-Stubenberg-Pöllau den Sprung unter die letzten Fünf nicht schaffte, nimmt das Konzept "Leben-Kunst-Geschwindigkeit" der Region Pischelsdorf-Weiz-Gleisdorf am heutigen Hearing in Graz teil. "Man darf zwar nicht zu euphorisch sein, aber wir haben ein gutes Gefühl, den Zuschlag zu bekommen", zeigt sich Fery Berger , einer der Initiatoren von "Leben-Kunst-Geschwindigkeit", optimistisch. "Es ist alles wissenschaftlich gut fundiert und es würden sich viele gute Künstler beteiligen", so Berger weiter. Falls die Landesregierung sich für dieses Projekt entscheide, könne man bereits im Juli zu arbeiten beginnen.
Etwas, wovon man in der Region zwischen Anger und Pöllau nur noch träumen kann. "Bei zwölf Einreichungen waren die Chancen auch nicht besonders groß, dran zu kommen", zeigt sich Josef Hirt vom Tourismusverband Apfelland-Stubenbergsee gefasst. "Die Teilnahme hatte aber großartige Nebeneffekte", sagt Hirt. Dem kann sich Alois Almer vom Angerer Frühling nur anschließen. "Wir haben durch die Zusammenarbeit viel dazugewonnen", meint Almer. Nun werde man sich anschauen, was von den Projekten auch ohne Kulturfestival verwirklicht werden könne. Da man sich derzeit auch als Leaderregion bewerbe, könne man auf diese Kooperation gut aufbauen, so Hirt.
Bis 18. Juni bleibt es um das Kulturfestival 2008 und somit auch für Weiz noch spannend. An diesem Tag wird die Landesregierung voraussichtlich über den gereihten Dreiervorschlag der Expertenjury entscheiden.
Kleine Zeitung 14.06.2007 05:00
WEIZ/GLEISDORF/PISCHELSDORF.
Bei der Entscheidung, wer im kommenden Jahr das steirische Kulturfestival austragen wird, wurde zwar das Projekt "Diwan" aus dem Bezirk Feldbach ausgewählt, doch auch das Konzept aus der Region Weiz-Gleisdorf-Pischelsdorf schlug sich wacker. "Wir kamen unter die letzten drei", erzählt Fery Berger, einer der Initiatoren. Gerade das mache die Enttäuschung natürlich um etwas größer.
"Aber wir haben bei den Vorbereitungen gesehen", fügt Berger hinzu, "dass in der Region nicht nur ein großes künstlerisches Potenzial steckt, sondern dass Politiker und Kunstschaffende an einem Strang ziehen können." Ob man sich im Jahr 2009 wiederum bewerben werde, sei jedoch noch nicht sicher.
Kontakt:
Martin Krusche
Tel.: 0699 10774956